Frage zum Dräger DM220

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Frage zum Dräger DM220

Beitragvon Drägertaucher » Di 26. Okt 2010, 11:57

abgespalten von: Begrüßung im allgemeinen Forum

Für welche Körpermaße ist diese Ausrüstung gemacht, wenn Ihr beide da Probleme habt.

Gruß

Harald
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Re: Frage zum Dräger DM220

Beitragvon Helmtaucher » Di 26. Okt 2010, 15:21

Hallo Harald,

ich bin knappe 1,80 groß und habe im Anzug natürlich keine Probleme. Volker ist aber schon ein Stück größer als ich, müsste er selbst sagen, wie groß er ist.

Der Anzug ist aber (zumindest bei mir) auch nicht das Problem. Problematischer ist, dass der Helm relativ klein ist. Mir persönlich kommt er sogar kleiner vor als der AH3, bei dem ich weniger Probleme habe, und der ja von der technik her vergleichabar ist (auch Free-Flow-Helme).

Die Kombination - relativ großer Kopf und relativ kurzer Hals - ist für den DM 220 nicht wirklich geeignet, irgendwie sind mir Nase und Kinn immer im Weg. Vielleicht fehlt mir aber auch nur die Erfahrung mit dem DM220. Aber im AH3 habe ich mich irgendwie wohler gefühlt.

Das Problem mit der Größe gibt es übrigens auch bei den Kirby-Morgan-Helmen mit Innenmaske (Demand-Atmung). Während ich mich im Superlite 17B relativ wohl fühle, ist mir der Superlite 27, der ja in Deutschland weiter verbreitet ist als der 17er, irgendwie zu eng.

Hier noch Bilder vom Dräger DM220:

Bild Bild Bild

und noch ein paar Bilder vom AH3:

Bild Bild Bild

Gruß Thomas
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Re: Frage zum Dräger DM220

Beitragvon Lekies » Di 26. Okt 2010, 21:52

Ich habe einen ziemlich großen Schädel (Hutnummer 60 wenn dir das was sagt), bin 1.93 groß und bringe gut über 120 Kilo auf die Waage.

Das große Problem ist die Kombination dieser 3 Faktoren. Grundsätzlich musst du beim DM220 die Schultern GANZ hoch, und den Kopf in den Halsring hinein ziehen. Wenn der Helm dann aufgesetzt wird musst du den Kopf sogar mit dem Helm drehen, weil das alles so eng ist und kannst erst wenn er eingerastet ist, den Kopf wieder hoch strecken. Wenn du den Kopf nicht einziehst ist die Nase so im Weg, dass du den Helm nicht mehr drüber kriegst oder, da meine ohnehin gebrochen ist, die Zähne. Bei unserem ersten Anlauf wären die Schneidezähne beinahe auf der Strecke geblieben.

Wenn du jetzt aber so groß bist, gibt der Anzug das dann gar nicht mehr her, du kannst die Schultern gar nicht so hoch ziehen, dass das geht... Wenn du nicht soo groß bist, muss der Schrittgurt RICHTIG! fest gezogen werden, sonst hebt der Helm ein bisschen ab und drückt dir die Nase hoch... den Kopf in den Nacken... und Luft ablassen ist nicht mehr..

Das nächste Problem ist dann, dass der Anzug bei meinen Proportionen ziemlich eng sitzt, so, dass sich keine vernünftige Blase bildet. Dummerweise atmest du aber aus dieser Blase, ich muss dann entsprechend ziemlich gegen einen relativen Unterdruck anatmen, selbst wenn ich den Automaten schon recht weit aufrehe.

Das letzte Ärgerniss ist, dass du alle Schrauben mit richtig viel Kraft (um nicht zu sagen Gewalt) zudrehen musst, weil der Anzug sonst undicht wird und, dass das bei 12 Schrauben und 4 Segmenten ein endloses Gefummel ist, weil die Schläuche und der Steuerautomat im Weg sind. Bei einem 3-Bolzen Anzug Anzug brauche ich in der Regel 5 Minuten und der Taucher ist angezogen, beim DM220 ein schlankes Viertelstündchen bis 20 Minuten......

Grüße
Volker
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Re: Frage zum Dräger DM220

Beitragvon Drägertaucher » Mi 27. Okt 2010, 07:30

hallo zusammen,

danke für die info.
da kommt die nächste frage:
warum ist ein 3 bolzen helm besser bzw dichter als der 12 bolzen helm ??? :?:
müßte doch umgekehrt besser sein.

bei meinem dräger kv ist die haube mit halsring auch eng (kopfumfang bei mir 59)
fällt warscheinlich nicht so ins gewicht weil der ring nur 3 cm breite hat und besser über den kopf paßt.

gruß

harald
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Re: Frage zum Dräger DM220

Beitragvon Lekies » Mi 27. Okt 2010, 12:20

naja, beim 3 Bolzen Helm kannst du halt nicht viel falsch machen, 3 Muttern fest mit dem Schlüssel anziehen und gut ist... und über den Kopf geht sowohl das Schulterstück und auch der Helm ganz easy.

Beim 12 Bolzen Helm müssen alle 12 Muttern richtig mit Kraft (Dräger sagt ausdrücklich von Hand...) angezogen werden. jedesmal, wenn du eine Mutter richtig fest zu hast, kannst du eine andere, die vorher schon stramm saß nochmal nachziehen. Dazu kommt, dass du bei einigen Muttern nicht richtig dran kommst, zum Beispiel vorne unterm Steuerautomaten - genauso schwer gehen die dann auch wieder auf und das dann mal 12 Bolzen und das mal 5 oder 6 Taucher... da tun dir abends die Hände richtig weh und bei mir war dann auch allerhand Pelle runter. Der Rand des Anzuges ist als Dichtung mit 2 Lippen ausgebildet. Da muss man dann beim Festziehen auch noch mächtig aufpassen, dass die richtig sitzen, wenn die unter dem Andruckbügel etwas schief sitzen - richtig - wirst du nass!

War neulich auch sehr schön im Fernsehen zu sehen, in irgendeinem Vorspann von Terra X war ein Taucher mit DM220 im Wasser, bei dem es unter der Dichtung gewaltig heraus blubberte, ich habe das dann mal als Beleg genommen, dass ich nicht der einzige bin, dem das passiert.

Dein Halsring wiegt noch keine 100 Gramm, den kannst du ganz locker über den Kopf fädeln, der Helm wiegt gute 20 Kilo - einmal falsch geruckelt, sind die Schneidezähne draußen..,o)) :lol: :lol:

Volker
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Re: Frage zum Dräger DM220

Beitragvon Drägertaucher » Mi 27. Okt 2010, 12:26

Hallo Volker,

da hast Du natürlich Recht.

Gruß

Harald
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Re: Frage zum Dräger DM220

Beitragvon Andre » Di 2. Nov 2010, 14:06

Lekies hat geschrieben:Dabei hat der DM220 als einziger mir bekannter Helm einen Einlass-Schalldämpfer, der zudem sehr wirksam ist. Wir stellen auch bei den Kuperhelmen den Luftfluss (Stufen 0-6) auf 0,5 - nicht nur um Luft zu sparen, sondern auch, um eine ordentliche Verständigung zu ermöglichen. Aber das Telefon ist bei der Helmtaucherei ja eigentlich nur das Sahnehäubchen...


Danke für die Infos. Ja diesen Stufenregeler gibt es ja auch beim DM220 am Brustgewicht und auch für das regeln der Normalen Luftzufuhr für andere Tauchgeräte. Wie du schon gesagt hattest.

Das sind ja immer 0,5 Schritte mit dem man die Luftzufuhr steuern kann. Ich fand es zu Anfang etwas schwierig sich die Schritte zu merken auf welchen Stufe man gerade ist. Weil man ja nichts sieht :D

http://lh6.ggpht.com/_VE2OUKyY5sg/TF32N ... 020279.JPG
http://lh4.ggpht.com/_VE2OUKyY5sg/TF32S ... 020281.JPG

http://lh6.ggpht.com/_VE2OUKyY5sg/TJ-WB ... 030199.JPG
Rechts im Bild ist so eine Normale Luftzufuhr.

Lekies hat geschrieben: Aber das Telefon ist bei der Helmtaucherei ja eigentlich nur das Sahnehäubchen...

Ich habe immer das Problem, wenn einer mir was sagen will. Lasse ich immer die Luft ab und ich muss immer wieder nach fragen. So ist das bei mir ;)
BildBild
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Re: Frage zum Dräger DM220

Beitragvon Helmtaucher » So 14. Nov 2010, 21:20

Andre hat geschrieben:Rechts im Bild ist so eine Normale Luftzufuhr.


Hallo Andre,

hat etwas gedauert, aber jetzt hab ich begriffen, was Du gemeint hast :-)

Du meinst, dass der Druckregler auf dem Bild, der den alten Kupferhelm versorgt, der gleiche ist, wie der, den man am DM220 auf der Brust trägst.

Ja, stimmt, das ist das gleiche. Habe ich auch für meine Ausrüstung. Ist das Nachfolgegerät für das alte D6000, wenn ich mich jetzt gerade nicht vertue.

Druckregler.jpg
Druckregler II.jpg
Druckregler II.jpg (17.39 KiB) 11501-mal betrachtet

Gruß Thomas
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